Software

Zufallsbild

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Software zu den unterschiedlichsten Preisen und gerade am Anfang fragt man sich natürlich, was brauche ich und welches Programm passt zu mir. Ich versuche mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Die wichtigste Frage ist natürlich, was brauche ich als Hobbyfotograf überhaupt. Logisch kann man hier keine allgemeine Antwort geben, aber meiner Meinung braucht man auf alle Fälle eine Bildverwaltung und eine Bildbearbeitung, im optimalen Fall alles in einem. Mit diesen zwei Werkzeugen kommt man schon sehr weit. Alles andere ist Beiwerk und richtet sich ganz nach den eigenen Anforderungen.

Da wir das also geklärt hätten, wenden wir uns nun den eigentlichen Programmen zu. Hier das Wichtigste voraus: probiert verschiedene Programme aus, denn auch wenn die meisten „weichen Waren“ ähnliche Funktionen haben, ist die Bedienung doch bei jedem etwas anders und bevor man mehrere hundert Euronen für Software ausgibt und dann merkt, dass man mit dem Programm nicht zurecht kommt, ist ausprobieren absolutes Muss. Vor allem wenn man zusätzlich bedenkt, dass man einem Programm auf Grund von Bibliotheken, Einstellungen usw. eigentlich länger treu sein sollte. Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Bei Freeware eh kein Problem, aber auch von kostenpflichtigen Programmen gibt es mittlerweile meistens eine kostenlose Demoversion, die man herunterladen und eine Weile ausprobieren kann.

Dabei solltet ihr als erstes mal einen Blick auf die Programme werfen, welche der Kamera beigelegt waren. Oft reichen die den Meisten schon aus, denn es wird in der Regel mindestens eine Verwaltung und eine Bearbeitung geboten, je nach Anbieter auch noch etwas mehr. Ist man hiermit glücklich und kommt damit gut zurecht, hat sich die weitere Suche eigentlich schon erübrigt. Allerdings solltet ihr dennoch einen Blick auf andere Helfer werfen, denn vielleicht ist ja doch noch etwas geeigneteres für euch dabei. Ein Blick ins Internet ist da ganz hilfreich, denn wenn man mal die Begriffe Bildbearbeitung, RAW-Konverter oder Bildverwaltung eingibt, kommen einige Suchergebnisse. Ich möchte hier keine grossen Ratschläge geben, welche Programme am besten sind, denn wie gesagt muss jeder selber entscheiden, welche Software für ihn am besten passt. Auf der rechten Seite zähle ich aber ein paar Programme auf, welche ihr mal ausprobieren solltet, damit ihr nicht ganz im Softwaredschungel verloren geht. Sie sind sicherlich alle mal einen Blick wert und erleichtern unser Handwerk ungemeins.

Software ist immer ein schweres Kapitel und sehr oft eine Glaubensfrage. Der eine schwört auf Photoshop, der andere findet Gimp schon alleine weil es Freeware ist besser. Ich bin absoluter Fan von Lightroom, viele andere finden das Programm schlecht und viel zu langsam. Deswegen kann man auch keine umfassenden Tipps geben. Wie gesagt, werft einen Blick auf verschiedene und sucht das für euch Beste aus.

Noch ein Tipp am Rande. Kommerzielle Software kann sehr teuer sein. Im Falle vom aktuellen Photoshop liegt der Preis für die Vollversion z.B. bei über 1000€, bei Lightroom bei knapp 300€. Das ist natürlich schon ne Menge Holz. Es geht aber auch billiger. Erstens wird von vielen Programmen eine verbilligte Studenten- bzw. Schülerversion angeboten, welche übrigens meistens auch von Teilnehmern an Kursen von Volkshochschulen oder ähnlichem erstanden werden dürfen. Zweitens kann man oft auch Geld sparen, indem man eine ältere Vorgängerversion bezieht. Im Internet sind die meistens noch zu finden, unter anderem auch auf den Auktionsplattformen. Man darf da zwar keine Preiswunder erwarten, aber ein bisschen kann man damit schon sparen.

Ausserdem sollte sich jeder fragen, ob er z.B. das teure Photoshop wirklich braucht oder ob es nicht billigere oder gar konstenlose Alternativen tun. Ich habe manchmal das Gefühl, der eine oder andere Softwarename ist schon fast so etwas wie ein Prestigeobjekt, das man unbedingt haben muss, um damit Eindruck zu schinden. Aber macht es wirklich Sinn, sich einen Ferrari zu kaufen, wenn man damit nur in der Stadt fährt? Die meisten reizen die komplexen Funktionen der teuren Grafikgranaten nämlich selten aus.

Spart also lieber das Geld bei der Software und investiert sie in ein gutes Objektiv oder in ein hochwertiges Stativ. Das macht mehr Sinn, als Funktionen zu erhalten, welche man eh nie nutzt. Ich sage nicht, dass man im Softwarebereich nur sparen und das Billigste nutzen sollte. Aber gute Fotos entstehen meistens durch Hard- und nicht durch Software.

nützliche Programme

  • Photoshop
    (umfangreiche Bildbearbeitung mit zahlreichen Funktionen wie Filter, Ebenen oder Masken, sehr teuer, in Verbindung mit Bridge auch eine Verwaltung)
  • Photoshop Elements
    (abgespeckte Variante von Photoshop, allerdings auch mit zahlreichen Funktionen und einer integrierten Bildverwaltung, einiges billiger als Photoshop)
  • Gimp
    (kostenlose Alternative zu Photoshop, mit ähnlichem Funktionsumfang. Für Hobbyfotografen eine echte Alternative zu Photohop)
  • Lightroom
    (eine Bildverwaltung und -bearbeitung inklusive Web-, Präsentations- und Druckmodul, mit vielen umfangreichen Funktionen, die speziell auf den Bedarf von RAW-Dateien und Fotografen abgestimmt ist)
  • Aperture
    (Apples Alternative zu Lightroom)
  • Bibble
    (weitere Alternative für Lightroom und Aperture)
  • Nik-Software
    (verschiedene Plug-Ins bzw. Standalone-Programme, um Bilder noch effektiver zu bearbeiten, wie z.B. Schwarz-Weiss)
  • ACDSee
    (Bildverwaltung und einfache Bildbearvbeitung, in der Pro-Version auch für RAW-Daten)
  • Picasa
    (kostenlose Bildverwaltungssoftware von Google, welche auch einfache Bildbearbeitung ermöglicht)
  • XnView
    (kostenlose Bildverwaltungs- und Bildbetrachtungssoftware mit einfacher Bildbearbeitung)
  • Magix Foto Manager
    (Software für den kompletten Foto-Workflow, in Version 9 als Freeware)
  • Zoner Photo Studio
    (Bildverwaltung und -bearbeitung)
  • Magix Foto auf CD und DVD
    (Programm zum Erstellen von professionellen Diashows)
  • Photomatix
    (Software zum Erstellen von HDR-Aufnahmen. Auch in einer Pro-Version erhältlich)
  • Auto Stitch
    (Software für die Erstellung von Panoramaaufnahmen)
  • Zoner Panorama Maker
    (kostenlose Alternative zu Auto Stitch)

© 2013 Tobias Stiebeiner

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