Sonstiges

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Es gibt natürlich noch eine Vielzahl von weiterem Zubehör, bei dem allerdings jeder selber entscheiden sollte, welches er braucht und wann er es benötigt. Vieles ergibt sich einfach mit der Zeit, denn man wird immer wieder in Situationen kommen, in denen man merkt, dass einem etwas fehlt.

• externer Blitz

Der interne Blitz bei einer Digitalkamera ist zwar nicht schlecht, aber auf Grund seiner geringen Reichweite sicher immer nur eine Notlösung. Besser sind da schon externe Blitze, welche oben auf die Kamera gesteckt werden. Sie haben eine grössere Reichweite und können von daher auch mehr erleuchten. Sicher werden jetzt einige von euch denken, dass sie den Blitz nicht oft brauchen. Aber selbst bei Aussenaufnahmen am Tag kann ein Blitz hilfreich sein und das Motiv zusätzlich noch etwas aufhellen bzw. unschöne Schatten, die durch das Tageslicht entstehen, eliminieren oder abmildern. Beim Kauf muss man eigentlich nur darauf achten, dass der Blitz zur Kamera passt. Des Weiteren gibt es noch die Leitzahl, die angibt wie leistungsstark der Blitz ist. Je höher diese Zahl ist, desto grösser ist die Reichweite, desto teurer ist der Blitz allerdings auch. Die Reichweite lässt sich übrigens ganz einfach berechnen. Man teilt einfach die Leitzahl durch die aktuell eingestellte Blende und schon hat man die Reichweite (Mein Speedlite 430exII hat die Leitzahl 43, damit wäre also die Reichweite bei Blende 3.5, 43/3.5=12m)
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• Stativ und Stativkopf

Ein Stativ ist wohl eines der ersten Zubehörteile, auf welches ihr nicht mehr verzichten möchtet. Denn Langzeitbelichtungen oder Aufnahmen bei wenig Licht sind ohne Stativ einfach nicht machbar. Beim Kauf solltet ihr einfach auf ein paar Dinge achten. Als erstes wäre da mal der Preis. Natürlich gibt es schon für recht wenig Geld im Elektrofachmarkt Stative. Von denen kann ich allerdings nur abraten. Ein Stativ sollte schon einigermassen stabil daherkommen und so etwas hat halt seinen Preis. Die Billigdinger wackeln beim kleinsten Windhauch mehr, als ihr mit der Hand und wenn dann noch ne grosse Spiegelreflex mitsamt Teleobjektiv draufgeschraubt wird, bricht es unter der Last zusammen. Also, das Stativ sollte schon einigermassen verarbeitet sein und es sollte auch eine ordentliche Höhe bieten, damit ihr auch aus dem Stand fotografieren könnt. Zudem sollte es auch einen hochwertigen Stativkopf besitzen, der eure Kamera fest arretieren kann, so dass sich diese nicht mehr bewegt. Also hier solltet ihr wirklich nicht sparen.

Zum Stativkopf noch etwas. Hier gibt es entweder Kugelköpfe oder Dreiwegeneiger. Welches System besser ist, da scheiden sich die Geister. Ein Kugelkopf ist kleiner und schneller, dafür eignen sich die Neiger bestens bei schwerem Equipment und für Panoramaaufnahmen. Am besten, ihr probiert beide Systeme mal aus und entscheidet dann.

Was ihr zu eurem Stativ auch gleich dazukaufen solltet ist ein Fernauslöser, denn es macht keinen Sinn, wenn ihr die Kamera für Langzeitbelichtungen auf ein Stativ schraubt, damit sie ruhig und verwacklungsfrei steht und ihr dann beim Druck auf den Auslöser ein halbes Erdbeben hervorruft und die Kamera damit wieder aus der Ruhe bringt. Zudem kosten die Dinger nicht die Welt und sind wirklich ein nützliches Hilfsmittel.
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• Speicherkarte

Zur Speicherkarte gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, denn der mögliche Typ wird von eurer Kamera vorgegeben. Ein paar Tipps kann ich dennoch geben. Zum Einen empfehle ich euch, die Karten nicht mit zu grosser Speicherkapazität zu wählen. Also, kauft lieber 2 kleinere, als eine grössere. Der Grund liegt auf der Hand. Je höher die Speicherkapazität der Karte, desto mehr Bilder passen logischerweise drauf. Das bedeutet aber auch, dass ihr beim Verlust oder beim Crash der Karte auch mehr Bilder verloren habt. Ausserdem verleiten grosse Karten dazu, die Bilder seltener auf den Rechner zu ziehen. Daneben solltet ihr möglichst schnelle Karten kaufen, d.h. also auch hier wieder nicht die billigsten. Gerade wenn ihr auch mal ein Video aufnehmen wollt, klappt das mit schnellen besser. Dann sei noch erwähnt, dass es mittlerweile auch Speicherkarten gibt, die die Daten drahtlos an den Rechner übertragen. Hier liegen die Preise allerdings noch sehr hoch. Ob ihr das also braucht, hängt von euch und eurem Geldbeutel ab.
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• Akku und Batteriegriff

Beim Akku kann ich nur empfehlen, sich so bald als möglich einen Ersatzakku zuzulegen. Ansonsten seid ihr irgendwann in der Situation, dass euch mitten in einer Fotosession der Saft ausgeht, weil ihr vergessen hattet, den Akku rechtzeitig aufzuladen. Hier kann ich euren Geldbeutel übrigens ausnahmsweise mal entlasten. Auf dem Markt gibt es nämlich neben den ungemein teuren Originalakkus, eine Vielzahl Akkus von anderen Herstellern, die zum Teil gewaltig billiger sind (bei mir zur Zeit 50 bis 60 Euro). Sicherlich sind diese Akkus in der Leistung nicht so stark wie der Originalakku, allerdings soll er ja auch nur als Ersatzakku für den Notfall dienen und hierfür sind sie allemal gut. Und wenn euch das immer noch nicht reicht, könnt ihr ja zwei Akkus kaufen. Die sind immer noch billiger als ein originaler und haben dann zusammen auch locker die notwendige Leistung.

Wenn euch die Leistung übrigens immer noch nicht ausreicht, könnt ihr auch einen Batteriegriff kaufen. Dieser wird an der Kamera befestigt und hat zumeist Platz für 2 weitere Akkus. Manchmal kann man diesen auch mit normalen Batterien füllen. Hier kann ich nun nicht so ohne Weiteres zu den billigen Varianten raten, denn im Internet kursieren doch einige Meinungen, die davon berichten, dass der verwendete Kunststoff bei den Billigen stark riecht und wohl nicht so ganz gesundheitsfördernd ist. Von der Leistung her sind aber auch die günstigen Alternativen zu den Originalgriffen absolut in Ordnung, von daher müsst ihr also selber wissen, was ihr machen wollt.
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• Pflege

Was in Sachen Pflege auf keinen Fall in der Ausrüstung eines Fotografen fehlen darf, sind ein Blasebalg, ein Pinsel und ein Mikrofasertuch. Es kommt immer mal vor, dass Staub oder Flecken auf dem Objektiv die Bildqualität beeinträchtigen. Diesen solltet ihr dann auf keinen Fall mit den Fingern oder einem harten Tuch entfernen. Versucht es zunächst einmal, den Staub mit Hilfe eines Blasebalgs weg zu pusten und mit einem feinen Pinsel zu entfernen. Leichte Flecken können auch mit einem Mikrofasertuch und leichtem Druck entfernt werden. Sollten die Flecken dann immer noch nicht verschwinden, gibt es feuchte Stifte, mit denen man über das Objektiv fahren kann oder man benutzt optisches Papier, welches solche Flecken ebenfalls entfernen kann. Diese Tipps gelten allerdings nur für die Front des Objektives. Den hinteren Teil bitte nie mit den Fingern berühren, denn dieses Teil ist sehr empfindlich. Hier kann ich nur empfehlen, bei jedem Wechsel angefallenen Staub mit Luft wegzublasen und eventuell ganz sanft mit einem Pinsel drüber zu gehen.

Beim Kamerasensor ist ganz besondere Vorsicht geboten, denn das ist der empfindlichste Teil an eurer Kamera. Wer sich nicht traut, diesen selber zu reinigen, der kann das auch vom Fachmann machen lassen. Ein Tipp sind hier Fotomessen oder ähnliches, denn die Kamerahersteller bieten an solchen Events oft auch eine Gratis Kamerareinigung an. Wer das selber machen möchte, macht sich am besten im Internet schlau, denn hier gibt es eine Vielzahl von Anleitungen. Die Möglichkeiten reichen hierbei von der einfachen Lösung mit Wattestäbchen und 100%igen Alkohol bis hin zu professionellen Sets. Ich habe meinen Kamerasensor noch nicht selber gereinigt, kann daher also keine grossen Tipps geben. Ich denke aber, dass dies bei vorsichtigem Vorgehen durchaus machbar ist. Allerdings würde ich eher auf die professionellen Sets wie z.B. Swabs zurück greifen, da ich bei Wattestäbchen immer die Angst hätte, dass die vielleicht fusseln.
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• Aufbewahrung / Transport

Wenn man auf Fototour ist, braucht man auch eine ordentliche Aufbewahrung. Zum Einen, weil man die Kamera vielleicht nicht ständig offen herumtragen möchte, zum Anderen, weil man ja auch einiges an Zubehör dabeihaben möchte. Von daher ist eine Kameratasche irgendwann ein Muss. Hierbei gibt es zwei Systeme: die Umhängetasche oder einen Rucksack. Gleich vorweg: welches System für euch am besten ist, müsst ihr selber entscheiden, denn das hängt ganz allein von den eigenen Vorlieben ab. Der Rucksack hat den Vorteil, dass er bequem auf den Schultern getragen werden kann und er einen beim Fotografieren nicht stört. Die Umhängetasche muss meistens abgestellt werden. Dafür kommt man bei einer Umhängetasche natürlich immer schnell und einfach an das Zubehör. Den Rucksack muss man für jeden Objektivwechsel vom Rücken nehmen. Das war auch immer mein Problem, denn ich bin eigentlich auf Grund des Tragekomforts ein absoluter Fan von Rucksäcken und gerade auf längeren Touren ist ein Rucksack meiner Meinung nach viel angenehmer. Aber das lästige Auf- und Abschnallen war schon immer mühsam. Bis ich auf den Slingshot von Lowepro gestossen bin. Diese Tasche hat nämlich ein neuartiges System. Man kann ihn wie einen Rucksack bequem auf dem Rücken tragen und wenn man Zubehör aus dem Inneren braucht, kann man ihn einfach vor sich auf den Bauch drehen und kommt bequem, schnell und ohne lästiges Abschnallen an das Innere der Tasche. Er vereint somit also die Vorzüge von Rucksack und Umhängetasche in einem System. Ich bin absolut begeistert, sage aber klar und deutlich, dass jeder sein System selber finden muss und am besten mal ein paar Taschen im Laden ausprobiert.

Noch ein Tipp: achtet auf die richtige Dimensionierung eurer Tasche. Ihr solltet immer daran denken, dass eure Fotoausrüstung immer grösser wird und die Tasche auch das zukünftige Zubehör beherbergen sollte. Kauft die Tasche also gross genug, damit ihr auch noch Spielraum nach oben habt.
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Natürlich gibt es noch jede Menge weiteres Zubehör. Ich wollte hiermit einfach einen Überblick über die wichtigsten Dinge geben, die meiner Meinung nach früher oder später in keiner Fototasche fehlen sollten. Selbstverständlich hängt es von jedem selber ab, was und wann er es sich zulegt, aber das angesprochene Zubehör kann euch das Fotografieren ungemein erleichtern.

Ich habe übrigens absichtlich auf irgendwelche konkreten Kaufhinweise verzichtet. Ich denke von welchem Hersteller man etwas kauft, hängt zum Einen von der eigenen Vorliebe und dann natürlich auch vom eigenen Geldbeutel ab. Dem Einen tut es nicht einmal annähernd weh, wenn er sich mal so eben ein Stativ für 300 bis 400 Euronen, Fränkli, Doller, Yuan oder was weiss ich nicht kauft, der Andere muss sich ein Stativ lange und hart ersparen. Von daher sollte jeder selber wissen und entscheiden, was für ihn das Beste ist. Ich kann allerdings jedem nur raten, nicht immer das Billigste zu kaufen. Denn in der Fotografie ist es wie in so vielen Bereichen. Wer am falschen Ende spart, der bezahlt doppelt. Einmal fürs Billige und dann nochmals für das Richtige.

© 2013 Tobias Stiebeiner

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