Objektive

Zufallsbild

Wenn man sich für eine Spiegelreflexkamera entschieden hat, steht man meistens vor dem nächsten Problem: welches Objektiv schraube ich mir vor meine Kamera? Ich möchte hier kurz die einzelnen Typen vorstellen und ansprechen, wofür sie gebraucht werden.

Zunächst aber noch schnell etwas zu den komischen Zahlenwerten, die bei den Objektiven immer angegeben werden, z.B. 55-250mm, 1:4-5.6. Die ersten beiden Zahlen geben den Brennweitenbereich an, d.h. wie weit die Linse von der Sensorebene weg ist oder ganz grob gesagt, wie viel ihr abbilden könnt. Je kleiner dieser Wert ist, desto breiter ist der Aufnahmewinkel und desto mehr bekommt ihr auf dem Sensor abgebildet. Je grösser die Zahl wird, desto kleiner wird dieser Aufnahmewinkel, desto näher kommt ihr aber auch ans Objekt heran. Ist ja irgendwie logisch, denn wenn bei einer kleinen Brennweite eine Breite von mehreren 100 Metern auf eurem Sensor abgebildet werden muss, ist dieses Bild weiter weg als wenn nur noch ein paar Meter Breite auf dem ganzen Sensor Platz haben müssen.

Das zweite Zahlenpaar gibt die grösstmögliche Blende an, wobei die erste Zahl die Blende für die kleinste Brennweite angibt und die zweite die, für die grösste. In unserem Fall beträgt also die maximale Blende bei Brennweite 55mm 4 und bei Brennweite 250mm 5.6. Je kleiner der Wert, je grösser also die Blende und desto lichtstärker ist das Objektiv.

• Weitwinkelobjektive

Weitwinkelobjektive bieten einen grösseren Bildwinkel, als wir mit dem menschlichen Auge als natürlich ansehen und gehen im Brennweitenbereich bis zu 35mm bzw. 50mm. Superweitwinkel bieten extrem kleine Brennweiten von bis zu 10mm. Mit Weitwinkelobjektiven kann man sehr nah an Objekte herangehen und man bekommt damit grosse Gebäude schon mit relativ geringem Abstand ganz auf dem Sensor abgebildet. Bei extrem kleinen Brennweiten muss allerdings beachtet werden, dass Dinge im Vordergrund im Verhältnis viel grösser erscheinen als Dinge im Hintergrund. Auf Grund ihrer Eigenschaften eignen sich Weitwinkelobjektive daher sehr gut für Landschaften und Architektur, aber auch für Portraits sind sie bestens geeignet.
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• Telezoomobjektive

Diese Objektive beginnen bei einer Brennweite von 50mm und sind nach oben hin fast offen. Durch die grosse Brennweite bilden sie weit entfernte Objekte formatfüllend auf dem Bildsensor ab und holen somit weit entferntes sehr nah.
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• Makroobjektive

Mit Makroobjektiven ist es möglich, extrem nah an ein Objekt heranzugehen und dadurch extreme Abbildungsmassstäbe von 1:1 oder 1:2 zu erreichen, d.h. dass die Abbildung auf dem Sensor halb so gross ist oder sogar genauso gross wie die des Motives. Diese Objektive bringen einem die Welt in einem völlig neuem Licht wieder und wenn man mal mit einem solchen Objektiv fotografiert hat, kommt man fast nicht mehr davon los.
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• Festbrennweiten

Diese Brennweiten bieten keinen Zoom sondern haben nur, wie der Name schon sagt, eine feste Brennweite. Da sie aus diesem Grund weniger Linsen benötigen, sind sie zumeist billiger und bieten auch eine bessere Lichtstärke. Durch die kleinen Blendenwerte bieten sie zudem einen sehr kleinen Tiefenschärfebereich.
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Für welches Objektiv man sich entscheidet, hängt zumeist vom eigenen Anforderungsprofil ab. In der Regel wird aber die Objektivsammlung mit den Jahren grösser und man hat irgendwann für jede Situation ein eigenes Objektiv.

© 2013 Tobias Stiebeiner

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