Filter

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Bei Filtern ist in der heutigen Zeit oft die Frage, braucht man sie überhaupt noch. Die modernen Grafikprogramme können nämlich in der Zwischenzeit vieles, was die Filter auch können. Von daher ist die Frage sicher berechtigt. Wer aber den vorherigen Satz genau gelesen hat, kennt allerdings schon meine Antwort. Sicherlich können die Grafikprogramme von Gimp über Bibble bis hin zu Photoshop und Lightroom vieles, aber eben auch noch nicht alles. Von daher braucht man heute also sicher nicht mehr so viele Filter in seiner Kameratasche wie früher, aber ein paar sind dennoch unerlässlich und diese will ich nun kurz beschreiben.

• UV-Filter

Ein UV-Filter absorbiert das kurzwellige UV-Licht, welches oft zu Blaustichen und Unschärfen im Bild führt. Auch wenn die heutigen Objektive kaum noch UV-Licht durchlassen und ein Einsatz des UV-Sperrfilters daher hierfür nicht mehr unbedingt notwendig ist, erfreut sich dieser Filtertypus bei Fotografen dennoch grosser Beleibtheit, da er sich hervorragend als Objetivschutz eignet. Die Qualitätseinbussen durch ein hochwertigen UV-Filter sind sehr gering und daher kann man diesen eigentlich ständig auf seinem Objektiv geschraubt lassen. So vermeidet man Kratzer oder komplette Beschädigung der Objektivfront, und ein Filter ist allemal günstiger als ein neues Objektiv. Spätestens bei dem ersten Kontakt eurer Front mit einem spitzen Gegenstand werdet ihr vom Nutzen des Filters überzeugt sein. Um übrigens störende Lichtreflexe des Filterglases zu vermeiden, sollte man einen mehrfach vergüteten Filter kaufen.
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• Polarisationsfilter

Dieser Filtertypus ist auch in der heutigen Zeit ein absolutes Muss für einen ambitionierten Fotografen, denn er beseitigt unschöne Spiegelungen, wie sie z.B. beim Fotografieren durch Fensterscheiben oder von spiegelnden Metalloberflächen entstehen. Aber dies ist nicht der einzige Nutzen von Polarisationsfiltern. Gleichzeitig verstärken sie die Farbintensität, d.h. das Blau des Himmels oder das Grün von Blättern erscheint noch intensiver. Der Filter besitzt eine drehbare Fassung, mit deren Hilfe man ihn so einstellen kann, dass man im Sucher die gewünschte Wirkung erhält. Man sollte beim Kauf natürlich wieder darauf achten, dass er hochvergütet ist und zudem muss man wissen, dass es zwei Arten dieser Polfilter gibt: lineare und zirkulare. Beide Filter bewirken zwar das Gleiche, allerdings funktionieren die modernen Kameras nur mit einem zirkularen Polfilter einwandfrei. Daher sollte man beim Polfilter also zu einem zirkularen greifen, auch wenn diese teurer als die linearen sind.
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• Grau- und Neutraldichtefilter

Diese Filter sind wie die Polarisationsfilter auch heute noch notwendig, da ihre Wirkung kaum durch moderne Software erreicht werden kann. Der Sinn eines solchen Filters ist die Verlängerung der Belichtungszeit. Sie verfälschen auf Grund ihrer Bauart die Farbwiedergabe nicht, reduzieren aber das auf das Objektiv fallende Licht, so dass auch bei Tag Langzeitbelichtungen möglich werden. Auf diese Weise können Verschlusszeiten von mehreren Sekunden erreicht werden, was dazu führt, dass z.B. Bewegungen verschwommen werden oder eine Meeresbrandung in einen geheimnisvollen Nebel verwandelt wird. Auch das fliessende Wasser in Flüssen, Bächen oder Wasserfällen erhält durch den Filter einen wundervollen, sanften Verlauf.
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• Nahlinsen

Nahlinsen sind eigentlich keine richtigen Filter. Da sie aber auch vorne auf das Objektive geschraubt werden, möchte ich sie hier kurz erwähnen. Nahlinsen haben den Nutzen, dass sie mit normalen Objektiven zusammen Makroaufnahmen ermöglichen. Sie wirken dabei ähnlich wie Lesebrillen indem sie die Brennweite verkürzen und es damit ermöglichen, mit dem vorhanden Objektiv noch näher an das Motiv heranzugehen. Wer also Makroaufnahmen machen möchte, das Geld für ein spezielles Makroobjektiv jedoch scheut, ist mit Nahlinsen für den Anfang gut beraten.
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Darüberhinaus gibt es natürlich noch eine Vielzahl von weiteren Filtern, welche aber in der heutigen Zeit nicht mehr so eine grosse Rolle spielen, da deren Wirkung zum grossen Teil durch Software erreicht werden kann.

Beim Kauf sollte man, wie schon erwähnt, auf hochwertige Filter setzen, damit der Filter die Aufnahmequalität nicht zu sehr beeinträchtigt. Des Weiteren sollte man natürlich darauf achten, dass der Filter von der Grösse her immer auf das entsprechende Objektiv passt. Hierzu wird an jedem Objektiv vorne die Gewindegrösse in Millimetern angegeben.

© 2013 Tobias Stiebeiner

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